Die Migration in die Cloud bringt echte Vorteile: Flexibilität, Skalierbarkeit, reduzierter Betriebsaufwand. Was dabei häufig übersehen wird: Die Verantwortung für Sicherheit teilt sich zwischen Cloud-Anbieter und Kunde auf – und dieser Unterschied hat in der Praxis weitreichende Konsequenzen.

Das Shared Responsibility Model verstehen

Cloud-Anbieter wie AWS, Azure oder Google Cloud sichern die physische Infrastruktur, die Hypervisor-Schicht und die grundlegenden Plattformdienste. Für alles, was darauf läuft – Betriebssysteme, Anwendungen, Zugriffsrechte, Daten – sind Sie als Kunde verantwortlich. Viele Sicherheitsvorfälle in der Cloud entstehen nicht durch Schwächen beim Anbieter, sondern durch Fehlkonfigurationen auf Kundenseite.

Typische Schwachstellen in Cloud-Umgebungen

  • Offene Storage Buckets: Falsch konfigurierte Speicherdienste sind einer der häufigsten Gründe für ungewollte Datenlecks.
  • Überprivilegierte Zugriffsrechte: Wenn jeder alles darf, ist das Schadenspotenzial bei einem kompromittierten Account enorm.
  • Fehlende Monitoring-Abdeckung: Ohne zentrales Logging und Alerting bleiben Angriffe in der Cloud oft wochenlang unentdeckt.
  • Ungesicherte APIs: Cloud-native Dienste kommunizieren über APIs – die oft weniger abgesichert sind als die Hauptanwendungen.

Cloud Security Posture Management (CSPM) als Grundlage

Moderne Cloud-Sicherheit beginnt mit Sichtbarkeit. CSPM-Tools prüfen kontinuierlich, ob Cloud-Ressourcen den Sicherheitsrichtlinien entsprechen – und melden Abweichungen automatisch. Das schafft eine Grundlage, auf der gezielte Härtungsmaßnahmen aufgebaut werden können.

Sicherheit in der Cloud ist kein einmaliges Setup. Sie erfordert kontinuierliche Aufmerksamkeit – und die richtigen Werkzeuge.

Wenn Sie wissen möchten, wie sicher Ihre Cloud-Umgebung tatsächlich aufgestellt ist, helfen wir Ihnen mit einer strukturierten Analyse. Sprechen Sie uns an.